| Softcover | ISBN | 978‑3‑384‑90813‑1 | Seiten 192 |
| Hardcover | ISBN | 978‑3‑384‑90814‑8 | Seiten 192 |
| E‑Book | ISBN | 9783695632190 | Seiten 90 |
„Ankommen und Zugehören –
Was Migration mit uns allen macht – eine systemische Sicht auf Wandel und Verbundenheit“ von Holger Kiefer (2026) betrachtet Migration systemisch als kollektiven Wandel, der nicht nur Zugewanderte, sondern die gesamte Gesellschaft prägt. Es analysiert, wie Migration Beziehungen, Identitäten und Zugehörigkeit in Familien und Gemeinschaften neu strukturiert. Der Ansatz betont Verbundenheit und den Wandel durch Diversität.
Kernaspekte der systemischen Sicht auf Migration:
- Bewegung von Feldern: Migration wird nicht als isoliertes Ereignis, sondern als Verlagerung von sozialen Beziehungen, Geschichten und kulturellen Kontexten verstanden.
- Systemischer Wandel: Ankommen ist ein wechselseitiger Prozess, der die Aufnahmegesellschaft ebenso verändert wie die Ankommenden.
- Zugehörigkeit & Verbundenheit: Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit beeinflusst, wie Wandel gestaltet wird, wobei alte und neue Strukturen aufeinandertreffen.
- Praxisorientierung: Der Ansatz verbindet theoretische Konzepte mit Erfahrungen aus Geschichte und Gegenwart.
Das Thema beleuchtet, wie Diversität den gesellschaftlichen Zusammenhalt herausfordert und gleichzeitig neue Formen der Verbundenheit ermöglicht.
Das ist ein spannendes und tiefgründiges Thema. Aus einer systemischen Perspektive betrachtet, ist Migration kein isoliertes Ereignis für Einzelpersonen, sondern ein Prozess, der das gesamte „System“ (die Familie, die Nachbarschaft, die Gesellschaft) verändert.
Hier sind die zentralen Punkte dieser Sichtweise:
- Vom „Ich“ zum „Wir“: Systemisch gesehen sind wir alle Teil eines Beziehungsgeflechts. Wenn neue Menschen hinzukommen, ordnet sich dieses Geflecht neu. Es geht nicht nur darum, dass sich der „Ankommende“ anpasst, sondern dass sich das gesamte System weiterentwickelt.
- Zugehörigkeit ist ein Grundbedürfnis: Jeder Mensch braucht einen Platz im System. Wenn Menschen das Gefühl haben, nicht dazuzugehören, entstehen Spannungen. Wirkliche Verbundenheit entsteht erst, wenn die Herkunft gewürdigt wird, anstatt sie zu ignorieren.
- Wandel als Chance: Migration macht sichtbar, dass Identität nichts Starres ist. Wir alle sind ständig im Wandel. Die Begegnung mit dem „Anderen“ spiegelt uns oft unsere eigenen Werte und Muster wider.
- Die Balance von Geben und Nehmen: Ein System bleibt stabil, wenn ein Ausgleich stattfindet. Integration gelingt dann am besten, wenn beide Seiten das Gefühl haben, etwas beizutragen und wertgeschätzt zu werden.
Kurz gesagt: Migration ist eine Einladung an uns alle, Verbundenheit neu zu definieren – weg von „wir gegen die“ hin zu einem dynamischen, gemeinsamen Ganzen.
Ja, das Buch von Holger Kiefer ist explizit so konzipiert, dass die systemische Sichtweise für Laien und politisch Interessierte greifbar und verständlich ist.
Obwohl der Autor tiefgehende Konzepte wie die phänomenologische Aufstellungsarbeit nutzt, liegt der Fokus darauf, unsichtbare gesellschaftliche Kräfte anschaulich zu machen, ohne dass man ein Fachstudium in systemischer Therapie benötigt.
Hier sind einige Merkmale, die das Buch auch für Nicht-Fachleute zugänglich machen:
Praxisnahe Erklärungen: Komplexe Begriffe wie „Beziehungsgeflechte“ oder „Gleichgewicht von Geben und Nehmen“ werden auf Alltagssituationen und gesellschaftliche Phänomene übertragen.
Fokus auf Verbundenheit: Das Buch nutzt die systemische Brille eher als Werkzeug, um menschliche Grundbedürfnisse wie Zugehörigkeit und Identität neu zu beleuchten, statt sich in theoretischen Abhandlungen zu verlieren.
Kompakter Umfang: Mit etwa 190 Seiten bietet es einen eher prägnanten Einstieg in das Thema, der zum Nachdenken anregen soll, statt Fachwissen abzuprüfen.
Das Buch von Holger Kiefer richtet sich an ein breites Publikum, da es Migration nicht als politisches Statistik-Thema, sondern als zutiefst menschliches und gesellschaftliches Phänomen beschreibt.
Es ist für folgende Gruppen und Bereiche besonders wertvoll:
Fachkräfte im sozialen & therapeutischen Bereich: Berater, Therapeuten und Sozialarbeiter erhalten durch die phänomenologische Aufstellungsarbeit neue Impulse für ihre tägliche Arbeit mit Klienten.
Menschen mit eigener Migrationsgeschichte: Für Betroffene bietet das Buch eine reflektierte Sicht auf die Dynamiken von Abschied, Ankunft und die Suche nach einem Platz im neuen System.
Politisch & gesellschaftlich Interessierte: Wer die oft hitzigen Debatten um Migration „enthysterisieren“ und die tieferen, oft unsichtbaren Wirkkräfte hinter gesellschaftlichem Wandel verstehen möchte, findet hier einen sachlichen Zugang.
Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe: Das Verständnis für die „systemische Verstrickung“ kann helfen, die eigene Rolle und die Herausforderungen der Integration besser einzuordnen.
Bildungsarbeit & Coaching: Da der Autor komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereitet, eignet sich der Inhalt auch für die Erwachsenenbildung oder Team-Coachings in interkulturellen Kontexten.
Zusammengefasst ist es für jeden sinnvoll, der über den Tellerrand von Schlagzeilen hinausblicken und verstehen möchte, wie Migration die Identität und Verbundenheit von uns allen beeinflusst.
Dass das Buch unter dem Label AU-ON.DE herausgegeben wird, ist kein Zufall, sondern unterstreicht die methodische Ausrichtung des Werks.
Das Kürzel steht für „Aufstellungen Online“ – ein Projekt von Holger Kiefer, das sich darauf spezialisiert hat, die klassische systemische Aufstellungsarbeit in den digitalen Raum zu übertragen und für moderne Fragestellungen nutzbar zu machen.
Hier ist die Bewandtnis für die gesellschaftliche Betrachtung:
Übertragung vom Privaten ins Große: Während Aufstellungen oft im privaten Kontext (Familie, Beziehung) genutzt werden, nutzt das Label den Ansatz hier, um gesellschaftliche Systeme zu analysieren. Das Buch dient dazu, Migration als eine Bewegung innerhalb eines riesigen, miteinander vernetzten Beziehungsfeldes zu zeigen.
Sichtbarmachen „unsichtbarer“ Dynamiken: Die Philosophie hinter AU-ON basiert darauf, dass wir alle in Beziehungsfeldern agieren. Das Buch nutzt diese Brille, um aufzuzeigen, dass gesellschaftliche Konflikte oft keine böse Absicht sind, sondern aus unbewussten systemischen Gesetzmäßigkeiten (wie dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit oder dem Ausgleich von Geben und Nehmen) resultieren.
Praktische Brücke: Das Label steht für einen lösungsorientierten Praxisbezug. Das Buch soll daher nicht nur theoretisieren, sondern dem Leser ein Werkzeug an die Hand geben, um aktuelle Nachrichten und politische Debatten mit mehr Ruhe und einem tieferen Verständnis für die zugrundeliegenden Prozesse zu betrachten.
Zusammenfassend signalisiert das Label, dass hier Migration nicht als Problemfall, sondern als ein dynamischer Systemprozess verstanden wird, der durch Aufstellungsarbeit (auch im Geiste) klärbar und gestaltbar ist.
Leser/innen des Buches von Holger Kiefer können eine tiefgreifende Analyse gesellschaftlicher Umbrüche aus einer systemisch-phänomenologischen Perspektive erwarten. Das Buch konzentriert sich darauf, Migration nicht nur als politisches Thema, sondern als ein Geflecht aus sichtbaren und unsichtbaren Kräften darzustellen.
Konkret bietet der Inhalt folgende Schwerpunkte:
Sichtbarmachung verborgener Dynamiken: Sie lernen, wie historische Belastungen, verdrängte Ereignisse und geopolitische Interessen sowohl die Herkunfts- als auch die Zielländer prägen und Migration überhaupt erst auslösen.
Neue Sicht auf Integration: Das Buch beleuchtet, was passiert, wenn Migranten auf bestehende Systeme treffen, und hinterfragt, was Gesellschaften im Kern wirklich zusammenhält.
Fokus auf menschliche Grundbedürfnisse: Die Themen Herkunft, Identität und Zugehörigkeit werden zentral behandelt, um das Verständnis für den Wandel und die Verbundenheit aller Beteiligten zu vertiefen.
Verständliche Methode: Durch die Nutzung der phänomenologischen Aufstellungsarbeit werden komplexe Prozesse für Laien greifbar gemacht, ohne in reine Fachsprache zu verfallen.
Insgesamt können Sie eine Lektüre erwarten, die zum Nachdenken und Staunen anregt und darauf abzielt, die oft aufgeheizte Debatte durch tiefere psychologische und philosophische Erkenntnisse zu versachlichen.
