Eins mit dem göttlichen Feld – Weg oder Irrweg

Analyse Buch: Eins mit dem göttlichen Feld

Kiefers Beitrag im Buch Eins mit dem göttlichen Feld – Buch über Bewusstsein & Spiritualität ist als Plädoyer für eine biologisch fundierte Mystik zu verstehen. Er versucht, das „Göttliche“ messbar (über das Nervensystem) und gleichzeitig gnostisch (als Befreiung aus einer manipulativen Matrix) begreifbar zu machen.

1. Kernkonzept: Das „Göttliche Feld“ als energetische Ordnung

Kiefer definiert das göttliche Feld nicht als religiöses Dogma, sondern als eine „unsichtbare Ordnung“ oder „Blaupause“.

  • Wahrnehmen statt Glauben: Er betont, dass dieses Feld eine erfahrbare Realität ist. Es ist der Zustand, in dem „Bewusstsein, Körper und Sinn miteinander schwingen“.
  • Die Ur-Matrix: Er setzt das göttliche Feld mit einem ursprünglichen Urvertrauen gleich. Das Gefühl, dass die Welt „falsch“ ist, rührt laut Kiefer daher, dass wir den Kontakt zu dieser ursprünglichen Ordnung (der Ur-Matrix) verloren haben.

2. Die Drei-Säulen-Analyse (Wissenschaft trifft Mystik)

Kiefer führt drei Perspektiven zusammen, um das „Einssein“ zu erklären:

  • Neurobiologie: Hier nutzt er den Begriff der Kohärenz. Ein spirituelles Einheitserlebnis ist für ihn gleichbedeutend mit einem „ausbalancierten autonomen Nervensystem“. Wenn das Gehirn und das Nervensystem in einem geordneten (kohärenten) Zustand sind, erfahren wir das Feld als Frieden und Klarheit.
  • Psychologie: Er definiert Spiritualität als emotionale Integration. Das bedeutet, dass die Heilung der Psyche und die Ausrichtung auf das Feld Hand in Hand gehen.
  • Gnosis/Spiritualität: Hier warnt er vor dem „Irrweg“. Er unterscheidet zwischen „wahrer Befreiung“ und „neuerlicher Kontrolle“.

3. Die Abgrenzung: Wahre Quelle vs. Archontische Manipulation

Der Text gibt wichtige Hinweise darauf, wie Kiefer den „Irrweg“ versteht:

  • Kritik an moderner Spiritualität: Er behauptet, dass vieles, was heute als Spiritualität verkauft wird, in neue Abhängigkeiten führt.
  • Archontische Manipulation: Er beschreibt das göttliche Feld als einen Raum „jenseits von Angst, Mangel und archontischer Manipulation“. Das bedeutet: Ein Feld, das auf Angst oder Machtstrukturen basiert, ist für ihn ein archontischer Irrweg, kein göttliches Feld.
  • Souveränität: Das Ziel des Buches ist es, den Leser vom „Spielball äußerer Mächte“ zum „bewussten Schöpfer in Resonanz mit der Ur-Quelle“ zu machen.

4. „Verkörperte Spiritualität“ im Alltag

Ein zentraler Punkt seiner Analyse ist, dass das göttliche Feld keine Flucht aus der Welt ist:

  • Es geht nicht um Meditationsräume, sondern um das „ganze Bewohnen“ des Alltags.
  • Einheit zeigt sich in „Souveränität“ und „innerer Weite“.

5. Zusammenfassung der Erkenntnisse zu Jesus und Kohärenz

Auch wenn der Text den Punkt zu Jesus nur kurz streift, lässt sich aus dem Kontext (Radikale Botschaft der Kohärenz) schließen:

  • Kiefer interpretiert Jesus vermutlich nicht kirchen-dogmatisch, sondern als einen Lehrer, der den Zustand vollkommener innerer Kohärenz vorgelebt hat, um die „Matrix“ der Trennung zu durchbrechen.

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